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| EQ: Das |
[Dienstag, 05.Februar. 2002 @ 08:50:23 CET] |
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Geschrieben am Dienstag, 05.Februar. 2002 @ 08:50:23 CET von Anonymous
Erstellt von Anonymous |
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"Ein emotional intelligenter Mensch zu sein, bedeutet, die eigenen Gefühle und die der anderen richtig einzuschätzen und ihre Beweggründe zu verstehen. Eine solche Einsicht ermöglicht den richtigen Umgang mit Gefühlen." Leider reicht diese Einsicht, nach meiner Erfahrung, lange nicht aus um daraus den richtigen Umgang mit seinen Gefühlen zu entwickeln. Dazwischen steht noch immer die Angst vor der Ablehnung, die überwunden werden muss. Denn indem man sich mit seinen Gefühlen, anderen Personen offenbart, geht man vermeindlich ein grosses Risiko ein. Und dennoch gibt es, glaube ich, keinen anderen Weg, um einer wachsenden Verbitterung vorzubeugen, als diese Angst zu überwinden.
Seine Gefühle auszuleben und sie nicht aus Scham oder Angst zu unterdrücken, fängt schon bei ganz kleinen Dingen an. Fühlt man sich in einer Situation ungerecht behandelt, gehört Mut dazu sich zu beschweren. Wer antwortet in einem Lokal auf die Frage des Kellners immer mit der Wahrheit und sagt auch offen, dass es einem nicht geschmeckt hat? - Der Kellner würde mich dann sicher für einen Nörgler halten. Ich meine damit nicht, dass man sich ständig beschweren muss oder an allem rummeckern sollte. Aber der Verzicht, auf das Kundtun seiner ehrlichen Meinung, darf nicht aus Furcht geschehen. Viel schlimmer ist dies wenn es um die Liebe geht. Die Angst sich klar zu seien Gefühlen zu äussern ist sicher jedem bekannt. Leider haben viel (die meisten) Menschen nie gelernt damit richtig umzugehen und auch eine Ablehnung, ohne tiefere Selbstzweifel, zu ertragen. Denn nichts ist auf Dauer schlimmer als unausgesprochene Gefühle. Diese können zu einer unendlichen und schmerzlichen Geschichte werden. Die einzige Möglichkeit aus dem Kreislauf auzubrechen ist, allen Mut zusammen nehmen und ins kalte Wasser springen. Das "Coming-out" seiner Gefühle. Anders kann es nicht gehen. Dabei wird man sich zwar am Anfang ziemlich blöd vorkommen, aber am Ende ist es dann auch nicht so wichtig ob es gut oder schlecht ausgeht, denn es hat sich auf jeden Fall was verändert. Leider ist es bei mir noch nicht so weit. Weder im Lokal noch in der Liebe. Vielleicht hat jemand ein paar Tipps für mich, oder eine Geschichte über sein "coming-out".
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| Re: Das (Punkte: 1) von Rainer (rainer.becker2@t-online.de) am Dienstag, 05.Februar. 2002 @ 09:55:10 CET (Userinfo | Artikel schicken) | Hallo Anonymus,
nur aufgrund eines Artikels ist es immer schwer einen Tipp abzugeben, worauf sollte sich auch die Empfehlung beziehen ? Man müsste schon eine Menge interpretieren und sicher auch endlos lange Diskussionen führen.
Vielleicht eins dazu: Ich habe das Buch von Claude Steiner gelesen - Du findest es hier auf der Seite - und bestimmt ist es Dir schon aufgefallen. Es zeigt uns Ansichten auf, die vielleicht für die Jugend nicht "cool" sein mögen, aber sicher allgemeingültig sind.
Lies es, und der nächste Kellner wird Dein Freund ;-)
Gruß Rainer |
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Re: Das (Punkte: 1) von KaiN am Dienstag, 05.Februar. 2002 @ 13:32:35 CET (Userinfo | Artikel schicken) http://www.noltemedia.de | Hallo,
erstmal vielen Dank für Deinen Beitrag ;-)
Ich gehe gerne nochmal auf Dein Beispiel mit dem Kellner ein. Ich frage mich warum es erst soweit kommt, das der Kellner Dich fragen kann, ob es Dir geschmeckt hat. Eigentlich hättest Du schon vorher den Kellner rufen können, anstatt Dir das nicht schmackhafte essen anzutun. Ich kann verstehen, dass es Dir eventuell peinlich ist, wenn Du darüber nachdenkst, dass der Kellner Dich jetzt für einen "Nörgler" hält, aber drehe es doch einmal um angenommen Du arbeitest in einem Restaurant und ein Kunde beschwert sich bei Dir über das kalte Essen, meine erster Gedanke wäre wahrscheinlich nicht ...so ein "Nörgler", sondern es wäre mir peinlich ein kaltes Essen serviert zu haben.
Wenn Du das Ausdrücken Deiner Bedürfnisse unterdrückst, dann hat das im Nachhinein einen Einfluss auf Dein allgemeines Selbstbewusstsein. Gerade sollche kleinen Dinge sind es, die sich vortrefflich eigenen, zu lernen, anderen seine Wünsche zu äussern.
Alles Liebe Kai |
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