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| EQ: Leiden ist leichter als handeln |
[Montag, 03.Dezember. 2001 @ 21:17:18 CET] |
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Geschrieben am Montag, 03.Dezember. 2001 @ 21:17:18 CET von Kai
Erstellt von Kai |
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Eine traurige Wahrheit: unterdrückter Ärger macht krank. Aus diesem Grunde meinen viele, es käme nun nur noch darauf an, die "Gefühle rauszulassen". Sicherlich ein guter Ansatz, aber viel schlimmer als das Herunterschlucken von Gefühlen, ist unterlassenes Handeln...
Sätze wie:
"Ich kann nicht"
"Ich habe keine Wahl"
sind schon fast Selbsthypnose und dienen dazu notwendiges Tun zu unterdrücken.
Viele Menschen handeln nicht aus Schutz vor eventuellen Verletzungen. Nur wer Bereitschaft zeigt etwas zu verlieren, kann gewinnen.
Sehr viele Menschen lassen sich durch ihre Angst vor der Meinung von Freunden und Verwandten oder der öffentlichen Meinung so sehr verunsichern, daß sie nicht nicht mehr den Mut aufbringen, ihr eigenes Leben zu leben oder das der anderen zu tolerieren.
Eine Unzahl von Frauen und Männern ziehen es vor, ein unglückliches Leben an der Seite des ungeeigneten Lebensgefährten zu verbringen, anstatt sich über die Meinung ihrer Umwelt hinwegzusetzen und einen Schlußstrich zu ziehen. (Wer selber schon eine solch unglückliche Beziehung durchlebt hat, kann ein Lied davon singen, welchen kaum wieder gutzumachende Schäden hier angerichtet werden, wieviel Ehrgeiz erstickt und Willenskraft gelähmt wird.)
Spott oder Kritik aus dem engsten Umfeld hält Millionen von Menschen davon ab versäumte Schulbildung nachzuholen. Unzählige Menschen -Männer und Frauen, jung und alt- sehen untätig zu, wie sich ihre nächsten Verwandten und enge Freunde aus mißverstandenen Pflichtgefühl heraus zugrunde richten.
Von keinem Menschen kann man verlangen, daß er seinen Ehrgeiz begräbt oder auf das Recht und die Möglichkeit verzichtet, sein eigenes Leben nach eigenem Denken zu gestalten.
Viele gehen einem geschäftlichen Risiko nur deshalb aus dem Wege, weil sie im Fall eines Mißerfolgs die Kritik der anderen befürchten. Die Furcht vor Hohn und Spott anderer ist bei diesen Menschen stärker ausgeprägt, als ihr Wille zum Erfolg.
Wer hat nicht von manchen Freunden und Verwandten Sätze gehört wie:
Schuster bleibe bei deinen Leisten!
Du willst zu hoch hinaus und machst Dich nur lächerlich!
Höre auf zu träumen... das schaffst Du nie
Nur wer aus der bequemen Opferrolle herauskommt, findet zur Freiheit.
Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen. Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832
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 Durchschnitt: 4.53 Stimmen: 13

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| Re: Leiden ist leichter als handeln (Punkte: 1) von Rainer (rainer.becker2@t-online.de) am Freitag, 25.Januar. 2002 @ 14:30:47 CET (Userinfo | Artikel schicken) | Hallo Kai,
Dein Artikel kommt mitten aus dem Leben !
Er beschreibt die Realität und zeigt uns auch gleichtzeitig auf, wie unfähig und blockiert wir sind, wenn es darum geht unseren Willen umzusetzen oder unseren Bedürfnissen nach zu gehen.
Sind wir wirklich so abhängig und geprägt von unserem Umfeld ?
Sind das noch Freunde, wenn Rat und Empfehlungen gegen unsere Ziele sprechen ?
Müssten wir eigentlich nicht selbst am Besten wissen, was uns gut tut ?
Was doch rein rational erklärbar scheint, wird emotional blockiert.
Hat unser Schamgefühl, als Folge des Versagens, so viel Macht über uns ?
Nun Kai, Ansätze dazu gibt es sicher genügend. Wir werden das in München mal gemeinsam diskutieren.
Ist ja schon längst fällig.
;-)
Gruß Rainer |
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- [Kein Betreff] von Anonymous am Samstag, 09.Februar. 2002 @ 14:52:24 CET
Leiden ist leichter als handeln (Punkte: 1) von Rahm am Samstag, 31.Juli. 2004 @ 23:14:36 CEST (Userinfo | Artikel schicken) http:// | Das stimmt. Sich nicht auf seine Ziele zu fokussieren ist sehr schlimm. Aber wer lernt schon daraus. Niemand.
Die Leute sehen, dass ihre Freunde sie unterdrücken (ich bin das Paradebeispiel, ich bin eigentlich hochintelligent, werde aber von Freunden zur Bauarbeit geschickt) und laßen es sich gefallen.
Nicht nur das: Sie sehen das ein, tun kurze Zeit das was sie wollen und gehen zu denen zurück. Ist das nicht schlimm? Ich habe es bis jetzt nicht geschafft. Hoffentlich schaffe ich es. bei mir fängt es zu Hause an unterdrückt zu werden. Dann geht es mit Freunden weiter. Das Schlimmste ist, das seit jeher meine Eltern sich auf die Seite der anderen gestellt haben, was wohl einzigartig in dieser Welt ist.
Zudem haben sie mir nie Geld gegeben. Diese Welt ist so unfair. Ich will studieren, aber mir fehlt das Geld dazu. Mal sehen. Meine Freundin meinte, bevor sie in den Urlaub fuhr, wir würden zusammenziehen, sie alles bezahlen und ich studieren. Vielleicht geschieht ja ein mal ein Wunder und es kommt zurück, was ich bisher für Frauen (auch geldmäßig) getan habe. |
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