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| EQ: Liebe & Angst |
[Samstag, 25.Januar. 2003 @ 13:10:31 CET] |
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Geschrieben am Samstag, 25.Januar. 2003 @ 13:10:31 CET von Kai
Erstellt von Kai |
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Begrüssen wir nicht in den Augenblicken in den wir unsere grösste Liebe empfinden nicht auch unsere grössten Ängste? Wiedergeliebt zu werden, angenommen zu werden und begegnen unseren eingen Zweifel genug zu sein?
Wir wachsen auf mit Lehren wie, nur der Stärkste überlebt, der Schlauste wird den Erfolg haben oder... Es beeinflußt die Entscheidung die wir treffen müssen, wofür wir unsere Fahigkeiten nutzen...
nutzen wir Sie keine Angst zu haben oder nutzen wir Sie dafür zu lieben?
Das menschliche Verhalten basiert auf tiefster Ebene: auf Liebe oder Angst. Wenn wir als Babies geboren werden kennen wir nur diese beiden Gefühle. Jede Handlung geschieht aus diesen beiden Emotionen. Es gibt keine andere menschliche Motivation und auch unsere geistigen Vorstellungen leiten Sich daraus ab.
Oft ist es der Gedanken hinter dem Gedanken, der uns oft verborgen ist, der eine Wiederholungserfahrung nach der anderen produziert. Es ist ein ständig schwingendes Pendel je grösser die Liebe, desto grösser die Angst und wohl auch umgekehrt. Kennen wir nicht alle diese innere Stimme, diese erste kurze undefinierbare erste Eingabe, die wir haben, wenn wir Anderen begegnen? Es ist ein Zugang zu unserer primären Energie, den wir schnell wieder schliessen und mit unseren Erfahrungen und unserem Gelerntem überprüfen. Wir verspüren den Drang unserer inneren Stimme zu folgen und oft sprechen unsere Erfahrungen oder unserer Gesellschaft dagegen.
Hier entscheiden wir, ob wir das Leben zu einem Entdeckungsprozess oder zu einem Schöpfungsprozess machen. Ob wir entdecken wer wir jetzt sind oder ob wir schaffen was wir sein wollen. Wahrscheinlich jeder Mensch hat seine Minderwertigkeitsfühle, seine Neurosen. Tief in das innere gemeißelte Ängste, die wir kompensieren. Entweder verneinen wir sie oder nehmen Sie an und machen sie nützlich für unseren Kontext. Diesen Vorgang möchte ich gerne "eine Neurose perfektionieren nennen"
z.B. Diese Seite hier ist ein Anfang meine Neurosen zu perfektionieren. Ich bin als Sohn einer koreanischen Mutter und eines deutschem Vater hier in Deutschland geboren und aufgewachsen, lange Zeit habe ich damit verbracht meinen "Ort der Zugehörigkeit" zu finden. Es war für mich ein regelrechter Schock, als ich feststellte, daß ich in der Welt, in der ich lebte, anders zu sein glaubte. Sei es durch die Bemerkungen: Schlitzauge, Japse ... oder oder. Vor jeder Begegnung mit Anderen stand bei mir eine Frage. Ich musste mich entscheiden, wie ich anderen Menschen entgegen trete, gehe ich davon aus, daß dieser in mir einen Andersartigen sieht oder jemanden mit dem man etwas gemeinsam haben könnte. Schließe ich diesen Menschen ungeprüft aus oder gehe ich auf sie zu? Ich habe mich dafür entschieden auf andere Menschen zuzugehen. Ich habe sehr unterschiedlich Erfahrungen dabei gemacht und stellte fest, das ich diese Erfahrungen nicht in Statistiken oder Verallgemeinerungen zusammenfassen konnte. Der einzige Weg einen anderen Mensch zu verstehen war und ist, seinen Kontext kennenzulernen und dabei auch meinen eigenen Kontext kennenzulernen und zu bestimmen.
Die Frage, wie mich ein Mensch sieht, wenn ich Ihm begegne, stellt sich mir immernoch, aber ich verbinde diese Frage nicht mehr mit der Angst abgewiesen zu werden, obwohl sie sehr wohl noch da ist.
Ich kann wissen, das ich ein offener Mensch bin, wenn ich diese Offenheit jedoch nicht zur Entfaltung bringe (z.B durch diese Seiten), habe ich nichts weiter als eine begriffliche Vorstellung, darüber das ich ein offener Mensch bin. Solange ich diese Offenheit nicht zu einer Erfahrung mache, spekuliere nur über mein Wesen und werde nie das erreichen "was ich sein will".
So jetzt habe ich meine Neurose vorerst genug ausgelebt :-)
Kai
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| Re: Liebe & Angst (Punkte: 1) von holyghost am Freitag, 23.April. 2004 @ 18:21:30 CEST (Userinfo | Artikel schicken) http:// | Hallo Kai,
Liebe & Angst ...
Zwei starke Worte die Du da zusammen bringst. Ich glaube auch, daß beide Gefühle das menschliche Leben ein großes Stück weit beeinflussen.
Ich meine aber auch, daß sich Liebe und Angst gegenüberstehen ....
Liebe wird immer aus Mut gemacht ... Jeder der schon einmal verliebt war und enttäuscht wurde, weiss, daß die Gefühle zu entwickeln, sie so groß werden zu lassen bis man von Liebe spricht, immer neuen Mut und Überwindung kostet ....
Viele verletze Menschen lassen die wahren Gefühle gar nicht zu, aus Angst wieder verletzt zu werden...
So wird der angsterfüllte Mensch immer wieder enttäuscht werden und seine Angst wird immer größer .... während der Mutige immer wieder aufsteht und mit jeder Enttäuschung lernt und irgendwann frohen Mutes glücklich lieben und leben kann...
Vor was soll man eigentlich Angst haben ?
Angst vor Krankheiten, Angst vor dem Tod, Angst zu versagen, Angst vor dem Neuen, Prüfungsangst,
Verlustangst ....
Haben wir nicht eigentlich immer nur Angst davor, mit einer bestimmten eintretenden Situation nicht fertig zu werden ???
Haben wir also nicht eigentlich Angst vor dem was in uns steckt oder eben nicht in uns steckt ???
Können wir nicht all die Ängste überwinden in dem wir wie bei dem Beispiel Liebe immer wieder dazu lernen und uns die Fähigkeit aneignen, aus dem was in uns steckt, sofern wir das erkannt haben, das Beste zu machen ... ???
Wenn man sich genau vorstellen kann, was wie wann und wo passieren wird, weil man sich selbst zutraut mit allen Situationen positiv um zu gehen, hat man dann noch Angst ????
Oder, ich stelle die Frage provokativ :
Ist es gut ein wenig Angst als ständigen Begleiter zu haben ????
Lässt uns die, ich nenne sie mal "gute Angst" nicht immer wieder Gutes und Richtiges und Vernünftiges tun ???
Wollen wir ganz ohne Angst leben ??? Oder wollen wir unsere Ängste beherrschen, damit sie uns nicht im Wege stehen ??? Damit wir wieder ein bisschen aus dem Bauch heraus handeln und mutigen Herzens Gefühle und Menschlichkeit und Liebe leben ????
Ich bin mir nicht sicher ....
Denkt mal drüber nach ...
Grüße
C. |
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Re: Liebe & Angst (Punkte: 1) von Seelenleser am Sonntag, 16.Juli. 2006 @ 18:48:20 CEST (Userinfo | Artikel schicken) | Lieber Kai,
es ist heute das erste mal, daß ich gezielt nach den Worten "Liebe & Angst" im Internet schaue. Deine Seite kam mit Artikel 31 bei Google als erstes oder zweites Ergebnis.
Ich bin sehr froh Deine Seite gefunden zu haben. Vielleicht auch nur deinen Artikel 31. Aber ich denke es Deine Seite.
Seit vielen Jahren schon weiß ich, daß Angst & Liebe unsere Grundmotivationen sind. Auch wenn ich mir immer wieder mal unsicher war, hat sich meine Erkenntnis mehr und mehr gefestigt uns sich auch immer wieder bestätigt. Gleichzeitig hat sich die Begrifflichkeit von Angst und von Liebe vertieft.
Du hast mich inspiriert jetzt und hier meinem Sein Ausdruck zu verleihen. Manchmal schreibe ich „Dein“ und „Uns“. „Dein“ ist für den Leser bestimmt und „Uns“ sind wir alle. Wir sind so wieso eins. Ich denke Du weißt das.
So urgründig die Motivation aus Angst und Liebe ist, so weit reicht auch das Wort Liebe und das Wort Angst.
Alle Kreativität die dem Menschen, allem Lebendem möglich ist, ist in einer unzählbaren Vielfalt vorhanden. Und es wird nie aufhören. Das was geschaffen wird, wird nicht weniger werden. Und dennoch liegen aller Kreativität zwei Motivationen zu Grunde. Angst und Liebe
Die Liebe wurde im Artikel 31 aus einer Beziehungssicht diskutiert. Die Liebe, die ich meine, geht aber noch weiter.
Es ist die Liebe zu allem. Zur Schöpfung, zu Gott mit all seinen Namen, zur Natur, zum Fliegen, zum Schwimmen, zu Chrom, zu einem Schaltknauf am BMW. Die letzten beiden entlocken wohl eher ein Schmunzeln. Sieht es doch eher nach Kompensation aus, was aber nicht sein muß.
In der (Ur)liebe geht es darum, sich zu lieben, als der , der man ist. Und jeder von uns ist mehr als sein Spiegelbild der Gesellschaft. Mehr als "Zeige mir Deine Freunde und ich sage dir wer Du bist.". Wer ich bin und wer Du bist ist in erster Linie unabhängig von der Gesellschaft die einen direkt umgibt. Sie ist eine Resonanz auf jeden selbst. Jeder ist vorher schon das was er ist. Auch wenn es dem einen oder andern oder vielen noch nicht bewußt ist, daß er oder sie IST.
Deine Website z.B. macht nicht aus mir was ich bin. Ich bin der ich bin und aus diesem Sein finde ich jetzt Deine Website. Sie war schon lange hier. Gefunden habe ich sie erst jetzt, weil ich sie erst jetzt gesucht habe. Jetzt ist sie teil meinr Gesellschaft. Die Frage was ich bin kann auch nicht geklärt werden indem ich weiß wie ich bin. Das betrifft vor allem die greifbaren und offensichtlichen Eigenschaften. Das hat mit der Urliebe zu tun.
Ohne die Verbindung zur Urliebe wird die Sache schwierig. Unsere heutige Zeit ist schwierig. Eine Mutter die eine direkte bewußte Verbindung zur Urliebe hat, kann diese an ihr neugeborenes Kind weitergeben. Ich kenne nicht viele Mütter, die diese Verbindung haben. Wir alle stehen in einer Generationen langen Kette von Erfahrungen die gestört ist von der Verbindung zur Urliebe.
Unbewußte Ängste helfen neue bewußte Ängste zu formulieren die keine sind. Dennoch sind sie so stark, daß wir nach dem Motto „Höher, schneller, weiter“ erzogen werden. So schaffen auch wir uns dann Ängste die aus einem „Tiefer, langsamer und weniger weit“ resultieren.
Dir Urliebe. Einfach erklärt ist sie das, was die gesamte Schöpfung geschaffen hat. Wir bezeichnen es gerne als Kitsch. Wir wollen ja nicht ausgelacht werden, wenn wir ein leitender Angestellter sind und schöne, vollendete Naturlandschaften als Dekstop Hintergrund verwenden. In dieser Vollendung z.B. finden wir die Urliebe. Nur mit dem Auge sind sie meinstens nicht zu erkennen.
Diese Schönheit und Reinheit, steckt in uns. Und sie ist voller Liebe. Sie nährt unser wahres ICH. Sie steht dem EGO gegenüber. Das Ego, das das falsche ICH bedient resultiert aus unseren Ängsten.
Ist es nicht schön in einem Egoisten das Wahre zu sehen. Die Angst die Ihn noch von seinem wahren Ich abhält. Und so wird der Ego
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