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| Liebeskummer: Man sehnt sich nach Zweisamkeit und hat man sie, denkt man an die Einsamkeit |
[Montag, 18.Februar. 2008 @ 14:44:49 CET] |
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Geschrieben am Montag, 18.Februar. 2008 @ 14:44:49 CET von chrissi67
Erstellt von chrissi67 |
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Hallo, ich denke, ich schreibe lieber hier ein paar Zeilen, als ständig darüber nachzudenken, ob ich meinen Ex anrufe oder nicht. Es wird ja ständig gesagt "höre auf dein Herz". Mache ich es, weiß ich spätestens nach dem Gespräch, es war wieder verkehrt.
Also nach 8 Jahren Partnerschaft hatte ich sie beendet, weil ich jemanden aus meiner Vergangenheit getroffen hatte. Während der acht Jahre habe ich ständig an ihn gedacht, bis ich ihn nach fünf Jahren traf. Wir redeten, gingen spazieren, aber es wurde nichts. Ich dachte auch an meine Familie. Zwei Jahre später traf ich ihn nochmals. Meine Beziehung war kaputt und ich machte Schluss. Wir waren dann ca. 6 Monate zusammen und haben gemerkt, dass es nie so werden würde wie früher, da ich auch zwei Kinder habe und er nie welche haben wollte. Aber mein Kopf war endlich frei. Frei von meiner Vergangenheit.
Nach guten drei Jahren allein erziehen und viel Ärger hatte ich endlich Jemanden über das Internet gefunden. Wir wohnten nur zwei Kilometer auseinander. Es war einfach himmlisch. Er hat drei Kinder wir kamen alle zusammen super klar. Waren zu siebt im Urlaub. Einfach ein Traum. Wir waren beide auf der Suche nach einem Partner, mit dem wir bis zum Ende zusammen bleiben wollten. Er selber sagte auch immer, er habe noch nie so gefühlt, wie ich auch. Wir streichelten uns, schauten uns in die Augen. Und merkten wie tief wir für einander empfanden. Es passte halt.
Ich wollte zu ihm ziehen, wir waren uns sicher. Wir wollten einfach zusammen sein und nicht ständig hin und her fahren. Es wäre alles viel einfacher gewesen. Allein mit meinen Kindern, seinen Kindern, die an manchen Wochenenden kamen. Mit seiner Schichtarbeit. Einfach die paar Minuten, die man am Tag hat, einfach zusammen sein und auch den Alltag gemeinsam meistern. Bis zu dem Tag, als ich meine Sachen wieder auch seiner Wohnung holte.
Ich weiß gar nicht mehr warum, aber wir hatten uns schon seit Tagen gestritten. Und ich sagte ich ziehe nicht mehr ein. Es waren einige Tage Ruhe. Ich wollte natürlich nicht meine Sachen holen, aber ich war in dem Moment richtig hilflos. Manchmal macht man Sachen, die auch gleich wieder bereut werden. Er war vorher Single, ein liebevoller Wochenendvater, ein Workaholic konnte seine Zeit einteilen wie er wollte und machen was er wollte. Ich dagegen habe meinen Alltag mit den Kinder, sieben Tage die Woche, von morgens bis abends.
Ich bin hin zu ihm, er war am Arbeiten und mächtig sauer. So dass er sich gestört fühlte und mich bat zu gehen. Zwei Tage später rief er an und sagte, "wir reden am Wochenende noch mal ok?" Der Samstag verging und kein Anruf. Ich rief an. Seine Antwort, "ehm, da habe ich im Moment nicht dran gedacht und ich habe Besuch". OK, das war mein Startschuß meine Sachen zu holen. Ich hatte das Gefühl er hat mich vergessen und unsere Beziehung sei ihm nicht wichtig. Ich brauchte eine gute Woche und am letzten Tag half mir meine Freundin mit. Sie fragte ihn "ist das wirklich was du willst?". Er sagte nein zu ihr, aber nicht zu mir und half noch mit die Sachen rauszutragen. Zwei Wochen später bat er mich zurück zu kommen. Ich sagte ja, aber nur unter der Bedingung wir suchen uns gemeinsam eine Wohnung. Er war einverstanden. Es war aber ein Bruch da. Es wurde kälter zwischen uns und mir wurde immer mehr klar, er möchte eigentlich gar nicht aus seiner Wohnung, die er so schön und günstig findet. Ich wollte es nicht wahr haben, aber es ging langsam zu ende. Die Streits wurden häufiger, die Versöhnung dauerte länger bis es Silvester eskalierte. Nun weiß ich, er will nicht mehr. Als ich ihn fragte ob er mich noch liebt, zuckte er mit den Schultern. Er wollte eine Pause mit Hintertürchen. Er bat mich noch gelegentlich einige Sachen für ihn zu erledigen. Ich habe abgelehnt mit der Begründung "ch bin kein Besen der bei Bedarf benutzt werden kann". Nach einer Zeit rief er an und wir hatten ein super schönes und gefühlvolles Wochenende. Ich bin am Montag zu ihm und wollte Klarheit, weil dieses kein Platz in seinem Leben, was er mir sagte, ließ mir keine Ruhe. Auch ständig darauf zu warten, dass er sich meldet und wir uns sehen können wollte ich auch nicht. Entweder ganz oder gar nicht. War auch sein Motto, was er mir mal erzählte. Es ging nach hinten los und nun sitze ich hier und weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich warte jeden Tag auf eine Nachricht von ihm. Ich denke jede Minute an ihn. Was ich anfange, kann ich nicht vernünftig zu ende machen. Auch mit der Ablenkung funktioniert es nicht. Selbst wenn ich mich mit meinen Kindern beschäftige ärgere ich mich ständig über seine Worte. Ich bin bereit mein Single-Leben aufzugeben, meine Schichten zu ändern. So wie ich dich liebe, habe ich noch niemals geliebt. Ist das alles vorbei? Plötzlich ist er so kalt. Ist froh sein altes Leben zurück zu haben. So frei zu sein wie er möchte. Ist das wirklich mehr wert als ein Partner?
Ich möchte ihn nicht loslassen, damit mir das nicht noch einmal passiert, was ich zu Anfang beschrieben habe. Ich möchte ihn nicht wieder aufwärmen und wenn ich los lasse, wird er mir wieder für Monate, wenn nicht Jahre wieder im Kopf rumschwirren. Soll ich wirklich die Hoffnung aufgeben? Kann sich ein Mensch so drehen? Wie schaffe ich es nur nicht mehr an ihn zu denken. Ich habe zehn Kilo abgenommen, weiß, dass das alles nicht gut ist. Doch gegen meine Gefühle kann ich mich doch nicht wehren. Ich dachte immer die Geburten meiner Kinder seien Schmerzhaft gewesen, doch diese seelischen Schmerzen sind viel schlimmer. Immer denke ich, was mache ich wenn er vor mir steht. Ich möchte dann immer sagen "lass mich in Ruhe", aber ich denke, ich würde wieder schwach werden.
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