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Tja, seit gestern bin ich nun wieder Single . . . absolut unerwartet, absolut überraschend . . .
Er schrieb schon so merkwürdig abgehakt die Sms, in der er mich fragte, ob er gleich, sobald ich zuhause bin, vorbeikommen könnte, er müsse mit mir reden. Kein "Hey Babe", kein "ich freue mich auf dich", einfach nichts dergleichen . . .
Ich begann am ganzen Körper zu zittern, mein Magen zog sich krampfhaft zusammen, ich konnte mir zwar nicht erklären, was hätte passiert sein können, doch bekroch mich eine ungeheure Angst. Ich hatte ja solche Angst!
Kaum war ich daheim, griff ich sofort zum Telefonhörer. Am anderen Ende erklangen lediglich dumpfe Schluchzgeräusche, er konnte mir so nicht sagen, was passiert war. Das Herz rutschte mir nun endgültig in die Hose - Was verdammt noch mal ist hier eigentlich los??? Die Angst in mir wuchs und wuchs, sie wurde immer größer und größer und die Zeit bis er dann endlich an der Tür klingelte schien schier nicht enden zu wollen. Schon auf der Treppe bin ich ihm entgegen gelaufen, habe meinen schluchzenden Traummann in den Arm geschlossen, ihn gefragt was denn passiert, was denn los sei! Meine Angst schnürte mir die Kehle zu! Schließlich begann er, es tue ihm ja so unsagbar leid, aber er hätte darüber nachgedacht, was ich neulich zu ihm gesagt habe . . .
Was zum Teufel hatte ich da nur schon wieder für einen Mist geblubbelt, warum kann ich meinen verdammten Mund eigentlich nie halten, warum muss ich immer so verdammt ehrlich sein? Ich wusste einfach nicht, was er meinte, ich wusste es einfach nicht, aber es schien tragisch gewesen zu sein . . .
Dass ich auf jeden Fall wieder in die Nähe meiner Eltern, meiner Familie (Zwei-Std-Umkreis, momentan sind es sieben bis acht Stunden) ziehen möchte, da ich ja das einzige Kind sei, mich um sie kümmern und für sie da sein möchte, wenn sie mich brauchen, dass ich noch bevor es an Familiengründung und Hausbau geht, den Weg dorthin zurück finden möchte, gerade weil es mit Haus, Kind, Hund und Kegel nur alles umso komplizierter wäre.
Seitdem hatte er unentwegt, Tag und Nacht über nichts anderes mehr nachgedacht, seine Gedanken kreisten einzig und allein um die Frage unserer, seiner Zukunft . . . und er sagte: Es tue ihm leid, er verstehe mich ja, aber er kann und will hier einfach nicht weg, schon wenn er über die Grenzen seines Landkreises hinaus fährt, fühle er sich so unwohl.
Ja und das war es dann, das Ende einer wirklich wunderwunderschönen, einfach unbeschreiblichen Zeit, einer ja so tiefen und innigen zweieinhalbjährigen Beziehung . . . Einfach so . . . einfach so . . .
Habe ich ihn unter Druck gesetzt? Habe ich vielleicht einfach zu viel von ihm verlangt, als ich ihm so ehrlich meine Wünsche offen darlegte? Kann man so etwas überhaupt von seinem Partner verlangen? Egal, wie viel man einander bedeutet? Oder ist seine Liebe vielleicht einfach nicht groß genug? Gebe ich ihm vielleicht nicht das nötige Geühl von Sicherheit, von Geborgenheit? Ist es dann sogar besser genau so, wie es jetzt gekommen ist? Dass es gleich beendet wurde?
Oh mann, ich liebe ihn ja so unsagbar, diese gemeinsame Zeit war einfach die schönste meines Lebens, wir haben so viel gelacht, so viel erlebt, uns wirklich alles erzählen und anvertrauen können. Nie hätte ich gedacht, dass man mit einem anderen Menschen wirklich so vertraut sein kann . . .
In Erinnerung an den wichtigsten Menschen in meinem Leben.
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