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Mein Leben ist wie eine Achterbahn. Es ging immer wieder hoch hinaus, aber am Ende steigt man ganz unten aus.
Ich war fast 10 Jahre lang glücklich verheiratet. Habe von dieser Beziehung zwei liebe Kinder und dachte ich lebe mein Leben. Ziemlich genau zum 10. Hochzeitstag offenbarte mir meine damalige Frau, dass sie sich noch mehr vom Leben erwartet. Sie hatte einen Freund und ich war so blöd und merkte nie was. Ein weiteres halbes Jahrs später waren wir geschieden, meine Ex-Frau zog mit meinen Kinder weg. Gott sei Dank nicht weit weg, aber mir brach es trotzdem das Herz und ich brauchte 1,5 Jahre um wieder richtig "leben" zu können. Dann lernte ich Barbara kennen.
Barbara war selbst gerade kurz vor Ihrer Scheidung, hat zwei kleine Kinder. Wir verstanden uns sofort und ich verliebte mich wie ein 17-jähriger in ihre blaue Augen. Es war wie ein Wunder für mich. Ich erlebte alles so intensiv und war der glücklichste Mensch der Welt. Ich lebte! Ich spürte! Nach einem 1/2 Jahr (heute genau vor 1 Jahr) war alles vorbei. Sie hatte die Scheidung hinter sich, hatte eine neue Wohnung und ich war ihr mit meinen 2 Kindern, die ich an 1 Tag in der Woche bei mir hatte, zu "kompliziert".
Ich war am Boden zerstört. Nur meine Arbeit, bei der es seltsamerweise super lief, hielt mich "am Leben". Ich hatte zu Ostern Urlaub, das war die schrecklichste Woche für mich, denn ich lag die halbe Zeit nur irgendwo rum und trauerte. Da erfuhr ich, dass Barabara zwischenzeitlich "Erstatz" gefunden hat, was mich noch mehr zu Boden schmiss. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, fuhr immer wieder Nachts bei ihre Wohnung vorbei, nur um zu sehen, ob das Auto von meinem "Nachfolger" dort war, und fuhr dann - weil meistens stands ja dort - noch unglücklicher wieder heim.
Mich machte nichts mehr glücklich, konnte nicht mehr lachen und irgendwann klappte ich zusammen und musste zum Arzt. Hatte Depressionen und bekam Tabletten. Es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Wenn ich meine Kinder nicht wären, hätte ich keinen Sinn mehr in meinem Leben gesehen.
Mittlerweile geht es mir doch viel besser, aber es gibt noch immer diese Stunden der unendlichen Traurigkeit und Einsamkeit. So wie heute.
Mit mittlerweile 41 Jahren hat man auch nicht mehr viele Freunde, die Zeit für einen haben, denn die meisten sind in einer Beziehung und niemand will das 5. Rad am Wagen sein.
Natürlich geh ich öfters auch alleine weg. Aber ehrlich, meistens bin ich nach spätestens 1 Stunde wieder daheim.
Und Barbara ght mir nicht aus den Kopf. Ich hasse mich dafür, aber noch heute denke ich jeden Tag, ja oft sogar jede Stunde einmal an sie. Ich kann einfach nicht verstehen, warum ich kein Glück mit Beziehungen habe. Warum habe ich nie eine zweite Chance erhalten. Ich hätte fast alles dafür gegeben. Und es mag schon sein, dass das jeder sagt, aber ich bin kein schlechter Kerl, habe einen guten Job und eine tolle Wohnung und für meine Liebe - wenn es die je wieder gibt - würde ich alles tun.
Aber ich hab auch Angst, ein 3. x überlebe ich das nicht mehr.
Wolfgang
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