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EQ: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin [Mittwoch, 08.November. 2006 @ 14:45:27 CET]
Geschrieben am Mittwoch, 08.November. 2006 @ 14:45:27 CET von nicola
Erstellt von nicola
Emotionale Intelligenz

Ich bin nun die Geliebte eines verheirateten Mannes, der sich zwar für mich entschieden hat, aber ganz aktuell doch mit seiner Entscheidung ins Wanken geraten ist und sich zurückgezogen hat.

Er zeigt eine gewisse Neigung zeigt der Qualität unserer Beziehung die Schuld zu geben für seinen Rückzug (z.B. weil wir ja öfters streiten) Auf jeden Fall ist ihm im Moment alles zuviel und er sagt bräuchte Abstand von beiden Seiten. Was ich als Vernünftig empfinde.



Bei Wikipedia habe ich gelesen:….. Die Midlife Crisis ist nie Auslöser für eine Scheidung oder Trennung! Meistens ringen die Betroffenen (hauptsächlich Männer) mit dem Gedanken ihren derzeitigen Partner zu verlassen. Diese Gedanken kommen zum Beispiel aufgrund einer neu kennen gelernten Person auf. Dieses Phänomen weist sich fast grundsätzlich als fataler, hormonbedingter Fehler aus und ist ein voreiliger Fehlschritt, der für gewöhnlich nur noch mehr Unglück hervorruft.

Über diesen Text habe ich mich geärgert. Ich sehe das so:

Er hat sich in mich verliebt, und ich mich in ihn. Wir haben uns eingelassen und es gibt eine echte Verbundenheit.

Das ist sicherlich ein Anlaß, die Ehe in Frage zu stellen.

Er hat den Denkansatz; daß er sich zwischen den beiden Beziehungen zu entscheiden hat. Der birgt meiner Meinung nach große Gefahren in sich. Führt zu einer Art Konkurrenzdenken insbesondere zwischen seiner Frau und mir. Was uns beide überfordert. Und für ihn ist das eine grausame Entscheidung.

Ich bin der Auslöser und nicht der Grund. Und möchte auch nicht so gesehen werden.

Ich kämpfe immer wieder mit dem Gefühl, daß es für andere besser wäre, ich würde nicht existieren, bzw. sollte ich mich verziehen und die Beziehung beenden. Das belastet mich viel mehr, als ich mir vorgestellt habe. Der moralische Gesichtspunkt ist nicht zu unterschätzen.

Die Ehefrau hat das moralische Recht auf ihrer Seite, der Mann, dem wird es nachgesehen, die Geliebte hat unter Umständen das Nachsehen.

Die Rechnung, das was er „aufgibt“, gegen das wie das Leben mit mir, ist grausam.

Ich versuche mir zu sagen, es ist seine Ehe und wenn die nicht mehr, dann ist das in erster Linie ein Problem zwischen seiner Frau und ihm (Die Kinder, besonders dann, wenn sie im Haushalt leben sind betroffen, und andere nicht ganz so zentrale Beziehungen auch) All diese Beziehungen sind neu definieren. Das ist Arbeit. Zeit, Energie und alles in einer Welt, die mit mir nichts tun hat. In der Welt habe ich nichts zu suchen, da ich nicht bin willkommen. Ich werde regelrecht gehasst. Meine Bedürfnisse kommen zu kurz. Deswegen gibt es Streit.


Immer komme ich in Situationen, in denen ich mich überfordert fühle. Ich bin zerrissen zwischen, dem Bedürfnis mich selbst aus dem Weg zu nehmen und ihn eifersüchtig haben zu wollen. Ich fühle mich zu Vergleichen hingerissen: was bekommen die anderen von Dir und was ich. Es quälen mich Verlustängste. Und auch da Bedürfnis endlich Ruhe zu haben. Die Liebe , um die eigentlich geht kommt zu kurz. Wenn ich sie wieder sehe, finde ich wieder und finde neuen Mut.

Aus meiner jetzigen Erfahrung heraus kann ich jedem nur abraten sich einzulassen auf jemanden in einer festen Beziehung, der verheiratet ist und Kinder hat.

Allen in einer Beziehung kann ich nur raten, passt auf sie auf. Seid nicht so faul mit euren Beziehungen, Guckt, ob alles in Ordnung ist, bevor sich eine Person außerhalb der Beziehung eine Rolle spielt.



 
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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von Kerstl am Montag, 13.November. 2006 @ 22:45:24 CET
(Userinfo | Artikel schicken) http://
Es tut mir leid das zu sagen, aber die Definition finde ich genau richtig.

Wenn die Ehe einfach nicht mehr zu retten war - was ja auch jeder anders sieht - dann gut. Man verliebt sich sicherlich wieder. Aber ich seh das so. Die zwei sind verheiratet. Die zwei waren mal verliebt. Beide haben unheimlich viel zusammen erlebt, geschaffen, gefühlt. Sie haben Kind/Kinder. Die Gefühle sind wohl eingeschlafen. Wie in jeder Ehe früher oder später. Der Alltag macht beiden wohl zu schaffen. Und dann? Dann sucht man immer nach was neuem und "besseren". Aber das wird niemand finden - etwas besseres. Man fällt immer in dasselbe Schema zurück, sprich sollte er sich 100 % für dich entscheiden wird es früher oder später genau so sein.

Nicola, ich wünsche dir dass seine Gefühle für dich so tief sind, dass er mit dir weiter durchs leben gehen will. Aber allgemein ist meine Meinung dazu, man kann eine Ehe retten wenn man möchte. Man muss nur in sich reinhören was einem fehlt oder was sich verändert hat. Wollen beide Partner das noch kann man das auch schaffen.

Hab keine Verlustängste. Verlustängste heißt Schwäche. Wozu? Du bist sicher eine Starke Frau und müsstest genug Selbstbewusstsein haben.

Du kannst in dieser Situation nichts beeinflussen. Die Entscheidung liegt allein bei ihm. Du kannst ihm nur Zeit geben und ihm zeigen du bist für ihn da. Du hast Bedürfnis ruhe zu haben? Du allein hast es in der Hand! Dann tu Dinge die dir gut tun und nehm dir Zeit und geb dir Ruhe. Was hindert dich daran?

Ich habe mich in meinen Mann verliebt der in einer 2 1/2 jährigen Beziehung war und mit der Frau zusammenlebte. Wir hatten eine Affäre und er verließ sie für mich. Und dann? Dann wachte er auf und merkte, hey, ich hab auch Fehler und bin garnicht so perfekt wie er in der ersten Verliebtheitsphase dachte. Ja und auch ich dachte WAS?! In den hab ich mich verliebt. Der nicht weiß was er möchte und hin und her. Ich hatte auch unheimliche Verlustängste und sehr geklammert. Denn er wusste immer wieder nicht was er will. Ich machte es mit. Es verging eine lange harte Zeit bis wir an den Punkt kamen an dem wir jetzt sind. Er hat gemerkt ich bin eine starke Frau die ihn in Liebe gehen lassen hätte und ihr Leben mit dieser wichtigen Erfahrung weitergelebt hätte und sich auf alles freut was noch kommt. Ich hab soviel umgekrämpelt und nur noch das gemacht was mir gut tut. Ohne jemanden zu verletzten. Und genau das ist es. Ich merkte wie gut er es fand das ich mich nicht an ihn hänge wie und mein eigenes Ding machte. Und ich wusste eh er kommt nur wenn er kommen will - man kann nichts erzwingen.

Du siehst ich habe diese Erfahrung auch gemacht.

Und ja jetzt weiß ich auch, verheiratete oder welche die in einer Partnerschaft leben ist schwierig und möchte ich nicht mehr durchmachen wollen. Aber ich bin dankbar für diese Erfahrung. Sie musste sein. Nur daran wachsen wir.

Ich wünsche dir dass du Kraft hast ihn loszulassen. Wenn er mit dem Herzen bei dir ist kommt er und du wirst die neue Frau an seiner seite sein. ohne Konkurrenzkampf. Du bist es einfach und das weißt du dann und das spürt er.

Und dein letzter Satz war super. Sehr schön. Denn genau das ist es. Nicht schlampern mit der Beziehung. Seit froh das ihr lieben könnt und jemand euch liebt. das ist ein ganz tolles Geschenk und ihr habt euch diesen Partner irgendwann mal ausgesucht weil ihr ihn so toll fandet und verliebt wart. Und euer Partner ist immer noch so toll. Nur ist etwas eingeschlafen und das solltet ihr mit dem Partner wieder aufwecken...

Ich hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken und wünsche dir alles Liebe


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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von Celestin am Donnerstag, 23.November. 2006 @ 15:37:50 CET
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Hi Nicola,

Ich habe gelernt, diese Dinge unter dem Aspekt "was bringt das für die Beteiligten?" zu sehen.

Nun, für dich anfänglich ein Schutz vor zuviel Risiko, ein bisschen Pläsier, kaum Verpflichtungen... also Freiheit!

Für ihn, Machtvorstellungen! Sich bewesien können, dass man's noch kann, dass man jederzeit könnte, wenn man wollte...

Für die gehörnte Ehefrau? Erst einmal gar nichts, weil sie diese Spiel nicht eingeläutet hat.

So, und nun ändern sich im Laufe der Zeit die Dinge. Man "gewöhnt" sich an das "Vergnügen", an die Macht, an das etwas Verruchte. Und weil da NICHT mehr ist, wird es quasi automatisch weniger. Alle Beteiligten fangen an frustriert zu sein: Der Fremdgeher entscheidet sich nicht, die Geliebte fängt an sich sch*** zu fühlen, weil sie scheinbar doch nicht mehr wert ist, und die gehörnte Frau, wenn sie es denn weiss, fängt an die Schiene der emotionalen Erpressung zu fahren. Der Fremdgeher würde natürlich am liebsten alles so belassen, wie es ist.

Aus Sicht eines ehemaligen Betrogenen, "gönne" ich jedem dieses emotionale Desaster. Es gibt hier nämlich eine klare Vorteilshierarchie, an deren oberer Stelle der Fremdgeher steht, und die Mittels Lug und Trug aufrecht erhalten wird. In einem Leben kann viel passieren, Dinge ändern sich, , auch Gefühle, Schuld haben immer beide, klar! Nur was einzelne damit anstellen, ist manchmal ein sehr hässliches Spiel. Der Schmerz, den man verursacht, ist nämlich kaum zu beschreiben. Die Tatsache, dass es so oft passiert, sollte auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich nicht um eine normale Trennung handelt, bei der zwei Partner erkennen, dass es nicht mehr weitergeht. Hier sollten sowohl die Geliebte, als auch die Ehefrau eigentlich SOFORT aus einer schlichten, ungesunden Machtsituation aussteigen. Tun sie meist nicht, zumindest nicht sofort: Die/der Geliebte(r) hat noch nicht gewonnen, dem/der Gehörnten fehlt es zu Anfang einfach an Kraft.

Dass das so ist, sieht man daran, dass der "Mächtige" meist irgendwann in sich zusammenfällt... und sich dem zuwendet, der sich abgewandt hat. Ganz Ausgebuffte haben deshalb oft noch einen dritten Pfeil im Köcher. Es liegt in der Logik der Sache. Ich halte demnach diese Art von Frendgehspielen nicht für Zufälle des Lebens, die einem widerfahren, sondern für klare Entscheidungen. Ganz oberhässlich, die Krone des ganzen sozusagen: Die lächerliche Eifersucht des "mächtigen" Betrügers; gegen den eigenen Partner UND gegen den/die Geliebte(n).

Aus der Erfahrung als Betrogener, daraus irgendwann selber eine "starke" Entscheidung getroffen zu haben, aus dem jämmerlichen Anblick des ehemals geliebten Partners, der nach monatelanger Tortur auf einmal zurückgekrochen kam, kann ich heute nur sagen: Kein Mitleid mit einem Partner der fremdgeht, Finger weg von solchen Situationen. Ich habe meine Partnerin, als sie damals zurück wollte, abgelehnt. Und zwar eiskalt. Sie "musste" bei ihrem Geliebten bleiben. Mich hat das anfangs ziemlich doll getröstet, denn ich war nicht, wie du andeutest, "faul" gewesen in der Beziehung. Ich habe halt nur die Lösung von natürlichen Problemen "in" und nicht "ausserhalb" der Beziehung gesucht. Faul, wenn überhaupt, ist der, der den leichten Weg nach aussen sucht. Eine emotionale Sauerei das Ganze: Irgendjemand sitzt nämlich zuhause und ist dabei auf die Kinder aufzupassen, den Hund, die Katze...

LG,
Celestin


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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von Linus am Freitag, 01.Dezember. 2006 @ 00:47:03 CET
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Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob Du diejenige bist, die moralisch verwerflich handelte. Meine Exfreundin exculpierte sich für solche Partnerschaften mit den Worten "zu einer Beziehung gehören immer zwei" - bevor sie zum nächsten zog. Die Religion wirft wohl vor allem dem Ehebrecher den Moralverstoß vor, nicht der Geliebten. Auch Wikipedia scheint dem Ehebrecher die Schuld zuzuschreiben. Einzig die Regeln der Logik besagen: keine Geliebte - kein Ehebruch. Moralisch hast Du also keinen Fehler begangen. Nur vernünftig war es nicht.

Die Gründe Deiner Unvernunft hast Du benannt.




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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von NoLimit am Freitag, 01.Dezember. 2006 @ 17:51:05 CET
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Aus meiner jetzigen Erfahrung heraus kann ich jedem nur abraten sich einzulassen auf jemanden in einer festen Beziehung, der verheiratet ist und Kinder hat.

Gut für dich, also ehrlich, ich finde das echt traurig was soll man dazu sagen, du hättest dich da nicht drauf einlassen sollen. Er ist ja Verheiratet un hat Kinder. Stell dir vor du wärst die wo betrogen worden ist. Und was ist das überhaupt für ein Man wo seine Ehe riskiert



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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von Stella-Louisa am Samstag, 09.Dezember. 2006 @ 17:20:29 CET
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Hallo Nicola,

geteiltes Leid ist halbes Leid oder so....

Ich bin leider in der gleichen Lage wie du, habe hart daran zu knabbern, aber mir bleibt nichts anderes übrig, als es so zu akzeptieren wie es ist.

Ich hatte immer noch ein Fünkchen Hoffnung. Heute habe ich mir jedoch Gewißheit geholt. Seine Frau will sich überlegen, ob sie ihm noch einmal vertrauen kann und sie sagt, sie würde ihn schon noch lieben! Und das, obwohl sie nun weiß, dass unser Verhältnis mehr oder weniger 6 Jahre bestanden hat.

Beng! Absturz!

Aber irgendwie fühle ich mich nun nicht mehr ganz so schlecht, wie in den letzten Tagen.

Wahrscheinlich weil ich nun der bitteren Wahrheit ins Gesicht blicken muss, und diesen Mann wg. seiner Labilität auf einmal mit ganz anderen Augen sehe.

Vor 2 Wochen sagte er mir noch, dass er sich unwohl fühle, wenn sie auf ihn zu komme und er dies nicht mehr ertragen könne, und ihr nun endlich sagen müsse, dass er sie nicht mehr liebe. Dann gesteht er ihr alles und möchte die Trennung und wie aus dem Nichts, erkennt er auf einmal, dass er doch noch etwas für sie empfinde und sie nun doch nicht verlassen kann.

Und nun? Ich leide... und dabei war es die große Liebe, von ihm und von mir, und wir wollten glücklich miteinander alt werden....
...und ich werde immer wieder noch weinen....

Ganz liebe Grüße

Stella-Louisa


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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von Till-Andy am Dienstag, 09.Januar. 2007 @ 22:32:21 CET
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Hallo Nicola,
ich weiß nicht, ob du nach einem Monat noch an Kommentaren zu deinem Statement interessiert bist, ich hab es aber gerade erst entdeckt und würde dir gern ein paar Dinge dazu aus meinem Leben sagen, denn ich war auch schon einmal der Geliebte einer verheirateten Frau.
Vor gut zehn Jahren begab ich mich an einen Platz auf einer Kanarischen Insel, der dafür stand (es gibt ihn nicht mehr), dass man dort passende Menschen für erotische Abenteuer findet. Ich war seit zehn Jahren geschieden, hatte diverse Beziehungsversuche hinter mir und wusste: ich brauche jetzt eine Frau speziell für das Eine. Von der Idee einer neuen Ehe hielt ich zu der Zeit gar nichts.
An besagtem Platz gab es mehr als eine Frau, die in mein Wunschraster passte, aber ich blieb ohne Umwege an einer hängen. Sie war auf der gleichen Suche mit dem Unterschied: sie war verheiratet – und beabsichtigte auch, es zu bleiben. Und machte daraus auch keinen Hehl; es war ein faires offenes Spiel. Als die Zeit dort um war und wir getrennt heim flogen, war mehr als ungewiss, ob wir uns je wieder sehen würden.
Aber – die Erfahrung hast du ja auch gemacht – Gefühle lassen sich nicht planen. Ich will jetzt nicht von Verliebheit reden, denn den Ausdruck verbinde ich nicht nur mit Positivem, aber wir waren so heftig füreinander entbrannt, dass wir, kaum zuhause, alle Möglichkeiten ausloteten, uns wieder zu treffen. Das war gar nicht mal so leicht, denn sie wohnte ganz im Süden Deutschlands, ich ziemlich im Norden. Und wir sahen uns wieder. Zwei Jahre lang. Und es war jedes Mal heftig und wunderbar, wie in „Salz auf unserer Haut“.
Wie gesagt, sie war ehrlich und hatte mir sofort gesagt, dass sie verheiratet ist. Und ihrem Mann sagte sie auch, was los war, als sie nach Hause kam. Auch, dass sie mich wieder treffen wollte. Wir haben uns nie heimlich getroffen. Es hat an keiner Stelle Betrug in des Wortes wirklicher Bedeutung gegeben. Dennoch hat ihr Mann gelitten, das ist keine Frage. Ich weiß es, denn ich habe ihn kennen gelernt, wir mochten uns, waren sogar ein wenig befreundet und haben offen über alles geredet.
Seit sechs Jahren bin ich wieder verheiratet, aber mit einer anderen Frau.
Die weiß nicht nur alles von mir – etwas anders wäre für mich auch nicht lebbar – sie hat auch meine damalige Geliebte kennen gelernt und auch die beiden Frauen mochten einander. Auch hier keinerlei Heimlichkeit, keine Spur von Betrug. Meine ex-Geliebte ist immer noch mit ihrem Mann zusammen. Allerdings ist der Kontakt mit ihr eingeschlafen.
Das Problem der Entscheidung zwischen zwei Beziehungen, von dem du in deinem Statement schreibst, hat es bei uns dreien nicht gegeben. Gottlob. Ich halte es auch grundsätzlich für falsch, dass man sich „entscheiden“ muss. Warum nicht „und“ statt „entweder – oder“? Der Entscheidungszwang hat meines Wissens noch nie einen glücklichen Ausgang gehabt, denn, für wen auch immer der unter Druck Gesetzte sich entscheidet, er wird ein schlechtes Gewissen haben gegenüber dem, gegen den er sich entschieden hat. Und das bringt von vorneherein einen Gifttropfen in die andere Beziehung, für die er sich entschieden hat. Um dich zu zitieren: „Die Liebe, um die es eigentlich geht, kommt zu kurz“, denn bei der „Entscheidung“ geht es nur scheinbar um Liebe, es geht um Besitz.
Deine Empfehlung am Schluss, auf die Beziehung aufzupassen, zu gucken, ob alles in Ordnung ist, sehe ich genauso ambivalent wie die Warnung davor, sich mit einer verheirateten Person einzulassen. Hattest du wirklich die Wahl, ob du dich einlassen sollst, als du damals in „ihn“ verliebt warst? Kannst du dir vorstellen, an der gleichen Stelle, bei der gleichen Gefühlslage, nein zu sagen? Und: Wie „guckt“ man denn, ob alles in Ordnung ist? Ich kann nur gucken, ob bei mir alles in Ordnung ist. Bin ich liebesfähig (im Sinne von Erich Fromm)? Bin ich stark, großzügig, tolerant, souverän, selbstbewusst? Bin ich ein(e) gute(r) Liebhaber/Liebhaberin?
Aber auch das alles ist keine Garantie, dass nicht irgendwann jemand i

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Re: Midlife Crisis ...ich bin die Geliebte, die berühmte Kollegin (Punkte: 1)
von kladyc am Donnerstag, 19.April. 2007 @ 17:38:15 CEST
(Userinfo | Artikel schicken) http://
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