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| Beziehung: Frösche küssen! Teil 1 |
[Sonntag, 24.Februar. 2002 @ 00:29:18 CET] |
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Geschrieben am Sonntag, 24.Februar. 2002 @ 00:29:18 CET von Kai
Erstellt von Kai |
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Frösche im Prinz- oder Prinzessinnengewand oder die Kunst sich einen verzauberten Frosch zu angeln.
Fast jeder hat Augenblicke in seinem Leben in denen alle Erinnerungen an seine vergangenen Beziehungen wieder hochkommen. Und oft wirf sich die Frage auf: Warum verliebe ich mich immer in die Falschen? Nun das wird wohl Schicksal sein! "Falsch!" sagen die Psychologen. Wir spielen alte antrainierte Verhaltensmuster nach. Alte unverdaute Verhältnisse programmieren ein Beziehungsdrehbuch in unser Unterbewusstsein.
Ja, ja... das gute Unterbewusstsein... jeder hat es, keiner kennt es, wäre es so hieß es wohl unser Bewusstsein. Funktioniert etwas nicht schiebe ich es auf das Unterbewusstsein des Anderen. Einmal in diesen Kreislauf gefangen und eine zwischenmenschliches Verhältnis entwickelt sich zur Kampfarena. Blöde Psychologie ;-) STOP!!! Machen wir es uns nicht etwas zu einfach? Allein der Glaube sich seines Unterbewusstseins "bewusst" zu sein, dient als Schutzschild vor Selbstreflektion. Es ist einfach mühsam jede Sitation neu zu bewerten. Wir schaffen uns eine Checkliste, Vorurteile und Generalisierungen, um schneller und einfacher Beurteilen zu können.
"Liebe ist Verhalten" diesen Satz erwähnte eine gute Freundin, die in einem Frauenhaus arbeitet, vor etlichen Jahren in einem Gespräch. Ich habe diesen Satz nie wieder vergessen.
Mein Drehbuch kennenlernen:
Überprüfe Deine Situation: 1.) Hatte ich, wenn in meinen Beziehungen etwas "schief" lief, das Gefühl, ich hätte keinen Einfluss auf die Situation? Das alles zwangsläufig so kommen musste? 2.) Welche Gemeinsamkeiten weisen die "Problempartner" aus meine gescheiterten Beziehungen auf. War es immer ein bestimmtes Verhalten, dass zum Bruch der Beziehung führte oder die zumindest sehr belastete? 3.) Gab es Gemeinsamkeiten in den Beziehungen zu den Verhältnissen zu einem Elternteil oder anderen wichtigen Personen aus unserer Kindheit? Habe ich alle diese Fragen mit "JA" beantwortet ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß ich in einem unbewussten Drehbuch gefangen bin. Jetzt habe ich die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen. Was tun mit meinen "Dämonen"?
Flucht oder Kampf?: Wer sind meine Dämonen? Ein Dämon ist das, was uns an einem "unpassenden" Partner so faziniert. Eine "Brave", die sich z.B. in einen Draufgänger verliebt, sucht in ihm das, was ihr selbst fehlt: Selbstbewusstsein, Ungezwungenheit und Mut. Da aber eine "Brave" und ein Draufgänger keine gleichwertigen Partner sind, wird die Verbindung in absehbarer Zeit in die Brüche gehen - meistens, nachdem der aktivere und vereinnahmendere Partner die "Brave" gehörig ausgenutzt hat. Da dieser keine Grenzen gesetzt bekommt, sollte es fast zwangsläufig dazu kommen.
Flucht: Ich schwöre dem Männertyp der mich immer so angezogen hat ab und wende mich denjenigen, zu die einen mit dem eigenen vergleichbaren Charakter haben. Solche Beziehungen funktionieren sehr gut und habe eine gute Erfolgsaussicht. Jedoch trägt die "Flucht" wenig zu der eigenen Persönlichkeitsentwicklung bei.
Kampf: Der schwierige Weg. Analyse: Was genau ist es, das mich an meinem unpassenden Partner so anzieht? Warum suche ich mir immer wieder diesen Typ Mann/Frau aus?
Das Geständnis: Zugeben das ich eigentlich auch gerne so wäre... mutig...selbstbewusst... egoistisch.... zumindest ein bißchen Ergänzen: Sein "fehlenden" Persönlichkeitsdefizite, die man an dem Anderen so bewundert in das eigene Leben integrieren. Sein Verhalten ändern. Selbstbewusst handeln...Risiken eingehen... unbekümmerter an Dinge herangehen.
Das sagt sich so einfach. Die eigenen Grenzen durchbrechen. Auf diesem Weg findet man viele unangenehme und schmerzhafte Erinnerungen. Doch dieser Aufwand lohnt sich. Nicht nur das sie die eigene Persönlichkeit entwickeln, sondern die Fazination und Anziehung der Unpartnern nimmt in dem Maße ab, wie man Ihnen ähnlicher wird. Dieser Weg kann Jahre dauern und ist psychisch nicht leicht zu begehen. Hilfreich kann es sein in kritischen Phasen einen Psycholgen (keinen Analytiker! (zu theorielastig)) als Begleiter hinzuzuziehen. Ende Teil 1
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| Re: Frösche küssen! Teil 1 (Punkte: 0) von Anonymous am Samstag, 22.Juni. 2002 @ 23:50:48 CEST | | Hallo Kai, bist du der Märchenerzähler? Finde deine Froschgeschichte super. Doch hilft sie mir im Augenblick nicht! Mein Frosch ist zu einer anderen gesprungen - er hat mich einfach ausgetauscht. Du kennst mich vom 10. 4.02 (waren zs. Mc Donalds) |
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Re: Frösche küssen! Teil 1 (Punkte: 1) von nenunikat am Sonntag, 21.November. 2004 @ 23:15:29 CET (Userinfo | Artikel schicken) | Ich würde zu der Frage "Warum verliebe ich mich immer in die Falschen?" noch einige weitergehende Gedanken hinzufügen:
1. Warum mache ich selber dem Anderen gegenüber die gleichen Fehler? Weil ich da selber nicht mit meiner Entwicklung weiter gekommen bin. Weil ich da eine Grenze meiner Fähigkeiten (usw.) habe. Weil ich da über eigene Ansichten und Ziele (noch) zu wenig nachgedacht habe.
2. Warum falle ich immer auf die selben Typen rein? (In diesem Fall nicht ich, aber viele andere.) Weil ich immer noch bestimmte, anfangs wesentlich erscheinende Eigenschaften des Gegenüber als sehr wichtig bzw. als Voraussetzung betrachte.
Solange man davon ausgeht, dass das Gegenüber einen von seiner "kernigen" / überwältigenden Erscheinung beeindrucken muss, wird man immer wieder schnell auf Menschen zusteuern, die eben "kernig" / hübsch aussehen, gut reden / schauspielern / unterhalten können, die aber auf Grund ihrer dadurch immensen Kontakt-Erfolge immer in der Gefahr leben, oberflächlich zu werden oder zu bleiben. Charakterlich weit entwickelte Menschen unter diesen "Erscheinungen" zu finden dürfte eher schwer sein. Denn die scheinbar erfolgeichen Menschen hatten bisher einfach zu wenig Grund und Anreiz, sich weiter zu entwickeln, an sich zu arbeiten. Dazu müssen viele erst einmal eine gewisse Zahl an Pleiten / Misserfolgen erleben, aber dazu kommt es wohl oft nicht, solange noch die eigene Erscheinung bzw. Art genügend andere in Entzücken versetzt.
3. Fehlt es uns nicht einfach manchmal an Geduld / Ausdauer, eine Beziehung NICHT einzugehen und solo zu bleiben? Versuchen wir nicht manchmal eine Beziehung aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten, zu der wir schon am Anfang eine (etwas) gemischte Einstellung hatten und auch nach einer Weile merkten, dass dies nicht nur Anfangsschwierigkeiten / Missverständisse waren, nur um den Folgen der Trennung / des Soloseins zu entgehen? |
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